Eine neue Forsa-Umfrage unter rund 1.300 Schulleiter/-innen bestätigt, dass der Lehrkräftemangel ein wachsendes und zentrales Problem an deutschen Schulen ist. Fast 60% der Schulleitungen geben an, dass sie mit Lehrkräftemangel und unbesetzten Stellen zu kämpfen haben, während dieser Wert in der Umfrage vor zwei Jahren noch bei 36% lag.

Neben dem Lehrkräftemangel wird vor allem die Arbeitsbelastung und der Zeitmangel in Schulalltag, die Inklusion von Kindern mit Behinderung und die Integration von Flüchtlingen sowie die Ausstattung von Schulen problematisiert. Dabei klagen Schulleitungen an Gymnasien seltener über einen Lehrkräftemangel als Schulleitungen an anderen Schulformen.

Im Durchschnitt sind an denjenigen Schulen, die von einem Lehkräftemangel berichten, rund 10 % der entsprechenden Stellen unbesetzt, insbesondere weil es zahlenmäßig zu wenig Bewerber/-innen gibt. An 53 % aller befragten Schulen sind Seiteneinsteiger beschäftigt, wobei 36% der Schulleitungen angegeben, dass diese weder eine pädagogische Vorqualifizierung von mindestens einem halben Jahr durchlaufen noch eine berufsbegleitende pädagogische Weiterbildung erhalten haben.  


Die Schule aus Sicht der Schulleiterinnen und Schulleiter –  Berufszufriedenheit von Schulleitungen und Digitalisierung an Schulen